Das Staatsministerium für Tuntensicherheit in ganz Europa UND Ostdeutschland informiert:


Safer-Sex-Party unerwünscht?


Organisiert “Ich weiß was ich tu”-Rolemodel Herbert W. (genannt “Harry”) Barebackparty?

Laut AHA_Homepage geht die Erotik-Party “back to the roots” (Homepagezitat: “Wir bieten euch ab sofort wieder das Original.”). Allerdings nicht ganz. Uns wurden Informationen zugespielt, dass der bisher immer sehr hoch gehaltene “Safer-Sex”-Gedanke kommerziellen Erwägungen zum Opfer gefallen ist.

Nachdem die traditionsreiche Safer-Sex-Party nicht mehr in den alten Räumlichkeiten stattfinden kann, geht sie “on the road” zu Ajpnia. Dieser Verein wurde von AHA-Mitgliedern gegründet, die die AHA vor 9 Jahren im Streit verlassen hatten. Die Annäherung – eigentlich sehr begrüßenswert – hat leider einen gewaltigen Haken: Ajpnia hat die Kooperation mit der AHA unter die Bedingung gestellt, dass der Zusatz “Safer Sex” in der Werbung für diese Veranstaltung explizit nicht vorkommen soll.

Zum Entsetzen der TunSi hat sich die AHA darauf eingelassen. Wörtliches Zitat aus dem Protokoll der AHA: “Der Wunsch des Ajpnia die Formulierung “Die Safer-Sex-Party” nicht explizit zu betonen, soll nachgekommen werden”

Der Umstand, dass die AHA offensichtlich fortan Bareback auf ihren Erotik-Partys billigend in Kauf nimmt ist schockierend. Offensichtlich wendet man sich aus kommerziellen Gründen zukünftig einer Zielgruppe zu, die Safer-Sex eher gelassen bis ablehnend gegenübersteht. Gerade die weiter um sich greifende Kondom-Müdigkeit und die daraus resultierenden erschreckenden Neuinfektionen – gerade in Berlin – waren in den vergangenen Jahren immer wieder deutliche Alarmsignale, die eigentlich eine verstärkte Prävention erfordern sollten. Ein “natürliches Nebeneinander” von Bareback und Safer Sex widerspricht nach Ansicht der TunSi dem Präventionsgedanken.

Durch Auslegen von Cruisingpacks und anderen Präventionsmaterialien vor Ort möchte man sich vom Vorwurf des Barebackings freikaufen. Zitat aus dem Protokoll der AHA: “Dafür sollen die Präventionsmaßnahmen vor Ort ausgeweitet werden. Die von Harry bei der deutschen Aidshilde [sic!] bestellten kostenlosen Präventionsmaterialien (1.000 Cruising Packs, Plakate, Flyer, Aufkleber, Infoheftchen, Stempel etc. pp.) sind bei Harry eingetroffen und können eingesetzt werden.” Damit wird diese Party auch noch unwissentlich von der Deutschen Aidshilfe unterstützt.

Die TunSi fragt sich, warum die AHA-Erotik-Party nicht wie bisher als Safer-Sex-Party beworben wird. Besonders bedenklich ist, dass Herbert W. (“Ich weiß was ich tu”-Modell, Vertretungsberechtigter als Verhandlungspartner der AHA mit Ajpnia bzw. der DAH ) das explizite Weglassen des Zusatzes “Safer-Sex-Party” zulässt. Weiß er wirklich was er tut?

Die TunSi stellt klar: Eine Sex-Party, die nicht als “Safer-Sex-Party” beworben wird, kann auch keine “Safer-Sex-Party” sein. Eine solche Veranstaltung ist allenfalls eine Party, bei der Safer Sex toleriert wird. Das gezielte Weglassen des Zusatzes “Die Safer-Sex-Party” ist in Zeiten von HIV und Aids ein deutliches Signal in die falsche Richtung und verträgt sich nicht mit dem Präventionsgedanken.

Im Übrigen hält die TunSi Geschlechtsverkehr für überschätzt Aber das ist eine andere Baustelle...

Hochachtungsvoll
die Agentinnen der TunSi